Heute haben wir im Unterricht ein Experiment kennengelernt, dass in der Neurophysiologie durchgeführt wird, um zu prüfen, wann und wo ein Mensch seine Entscheidungen fällt.
Das Libet-Experiment ergibt, dass das menschliche Gehirn schon 350 ms bevor der Mensch eine Entscheidung bewusst fällt in den entsprechenden Regionen aktiv ist. D.h., dass die Entscheidung, dass diese bewusste Entscheidung gleich gefällt wird schon früher stattfindet, als wir es wahrnehmen und wissen.
Das heißt wiederrum, dass ich meine Entscheidung gar nicht frei und eigenständig treffe, sondern, dass die Entscheidung schon von meinem Gehirn vorbestimmt ist.
Ich bin also überhaupt nicht frei in meinen Entscheidungen.
Dieses Ergebnis finde ich sehr interessant und erschreckend. Das mein Bewusstsein nur im Nachhinein die Entscheidung fällt, die vorher schon woanders entschieden wurden.
Kann das denn wirklich so sein? Dann wäre ja alles was ich tue eh schon geplant und meine ganzen Überlegungen (was ziehe ich an, was soll ich mal werden, welchen LK wähle ich, soll ich meiner Schwester helfen,...) sind überflüssig, weil die Entscheidungen eh ohne mein Bewusstsein gefällt werden.
Allerdings sind dann meine Überlegungen, die mir bewusst werden, auch nur nachträglich bewusst geworden, nachdem sie im Gehirn schon stattgefunden haben. Macht es dann doch Sinn seine Entscheidungen zu überdenken?
Was meint ihr dazu?
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